Bilder von den Speisen zu veröffentlichen wird immer wichtiger

Tipps für das perfekte Food-Foto

21.08.2018

Immer wichtiger in der Gastro-Szene: Bilder von den Speisen

Wo Gäste sich in der heutigen Zeit Infos über Restaurants & Co. einholen? In den sozialen Medien! Umso wichtiger ist es für Sie, Ihre Gerichte auf Instagram, Facebook, Tripadvisor & Co. perfekt in Szene zu setzen. Wir haben mit unseren Profiköchen gesprochen und einige Tipps eingeholt, um Speisen optimal abzulichten ...

Hintergrund

Im Hintergrund wirken einfarbige, gespannte Tücher sowie Holz- und Steinwände sehr ruhig. Die Tücher lassen sich einfach aus 2 Stützen mit einem Querbalken befestigen. Aber auch Holz mit Patina, Fliesen oder Marmorplatten eignen sich als Untergrund. Oder wie wär's mit einem Metall- oder Holztisch mit einer interessanten Maserung oder Tischwäsche aus grobem Leinenstoff? Um Frische ins Bild zu bringen, können Sie Kräuter in den Hintergrund legen.

Die richtige Ausrüstung

Professionelles Equipment ist für ein tolles Food-Foto nicht nötig. Ein modernes Handy reicht vollkommen aus. Als kleine Hilfe können Sie auch zu einem kleinen Stativ greifen. Beim Shooting können folgende Helfer nützlich sein: Pinsel und Pinzetten, Schälchen mit Speiseöl, Wasser oder Wodka, die Teller und Platten von Streifen befreien. Genauso helfen Wattestäbchen, eine Sprühflasche, Pipetten, Zahnstocher und kleine Löffel. Wer beständige Wassertropfen aus Platten oder Gemüse platzieren will, kann sich in der Apotheke Glycerin besorgen.

Flott und zügig

Essen sieht nicht lange frisch aus, deshalb sollten Sie sich mit dem Ablichten beeilen. Stellen Sie daher einen Dummy als Lichtmodell auf die vorgesehene Stelle. Dafür eignen sich Holzstücke optimal. Wichtig ist, dass das Fleisch frisch aus der Pfanne kommt – nur dann hat es eine gute Struktur und beim Anschneiden läuft noch etwas Saft aus. Geben Sie das Salz erst kurz vor dem Foto aufs Fleisch, ansonsten entzieht es Wasser und sorgt für eine graue Oberfläche. Fotografieren Sie auch Saucen immer im warmen Zustand, da sich ansonsten eine unschöne Haut bildet, die auf dem Bild stumpf wirkt. Salat und Kräuter bis zuletzt kalt aufbewahren und zuvor mit kaltem Wasser besprühen. Salat grundsätzlich erst kurz vor dem Schuss marinieren.

Ansichtssache

Ebenso ist die richtige Perspektive und Positionierung ein wichtiger Faktor: Essen, das grafisch angerichtet ist, können Sie wunderbar aus der Vogelperspektive fotografieren. Genauso gerne werden Speisen auch aus dem 45-Grad-Winkel fotografiert. Dabei hat jede Komponente ihren eigenen Platz: Schmorgerichte werden mit Sauce auf dem Fleisch serviert, bei Kurzgebratenem sollten Sie diese daneben oder darunter platzieren. Das Licht positionieren Sie dabei immer von hinten oder von der Seite, damit keine unerwünschten Schlagschatten aufkommen.

Das Auge isst mit

Weniger ist manchmal mehr: Kleinere Portionen auf größeren Tellern sehen hochwertiger aus. Sie müssen auch nicht immer das ganze Gericht fotografieren, denn auch ein schöner Ausschnitt von gegartem Fleisch macht sich gut vor der Kamera. Ebenso hat die richtige Farb- und Formwahl großen Einfluss auf das Gesamtbild. 

Viel Spaß beim Ausprobieren!