Smööre-Brod ist das Gericht schlechthin in Dänemark. Grund genug, diesen Klassiker bei unserer Trendtour zu probieren ...

CHEFS CULINAR Trendtour durch Kopenhagen

23.07.2018

Eine nette Truppe: Bei der Trendtour in Kopenhagen kamen viele Gastronomen zusammen, um die Nordic Cuisine zu entdecken

Zusammen mit begeisterten Teilnehmern aus Gastronomie und Hotellerie wollten wir die gastronomischen Hotspots Dänemarks einmal genauer unter die Lupe nehmen. Also stiegen wir auf die Fahrräder, um den nordischen Trend zur Nachhaltigkeit einmal selbst nachzuspüren. 

Kennzeichnend für die neue Nordic Cuisine sind einfache, aber trotzdem durchdachte Gerichte, die mit natürlichen Aromen spielen und sich auf wenige, gute Zutaten beschränken. Ein Ansatz, der zwar nicht neu ist, aber bei den "hygge"-verrückten Dänen auf viel Begeisterung stößt. So landet z. B. einfach mal ein Radieschen auf dem Teller, komplett mit Grün und Wurzel – etwas ansautiert und mit Seegras serviert. Schlicht, aber köstlich! 

Nachdem unsere Teilnehmer das Vergüngen hatten, frittierte Krabben zu probieren, wanderte der Blick hinter die Kulissen. Schließlich wollten alle wissen, wie dänische Gastronomen die hohe Kunst des Kochens und innovatives Marketing miteinander verbinden. "Hinter jedem Konzept steht eine Philosophie", bemerkt Key-Account-Manager Matthias Rilling auf der Tour durch die verschiedenen Lokalitäten. Und diese Philosophie wird auch vom Personal gelebt. "Auffällig ist, dass die Arbeitskräfte hochmotiviert sind und das Gefühl haben, mit ihrer Arbeit etwas beizutragen." Auch Aushilfen, Studenten und andere junge Leute ohne gastronomische Ausbildung packen hier begeistert mit an. Den Leuten geht es nicht darum, eine möglichst umfangreiche Speisekarte zu bieten. Vielmehr konzentriert sich jeder auf das, was er kann – und darauf, wie man das eigene Produkt individueller machen kann. Dazu gehören z. B. fermentierte Pommes frites oder selbsthergestellter Mozzarella. 

Ein Besuch des "Gasoline Grill" ist Pflicht in Kopenhagen. Das Besondere an dem Grill, der ehemals eine Tankstelle war: Qualität wird groß geschrieben, so groß, dass von dem hauseigenen Streetfood-Klassiker namens "Gasoline" nur eine begrenzte Anzahl hergestellt wird. Wer zu spät kommt, muss bis zum nächsten Tag warten.  

Neben dem außergewöhnlichen Gaumenschmaus gab es noch etwas für die Ohren und die Augen: In einem Vortrag der niederländischen Food-Designerin Marije Vogelzang lernten die Zuhörer viel über kulinarische Kunst. Marije Vogelzang inszeniert in ihren Projekten und Installationen die Art zu essen und thematisierte in ihrem Vortrag unter anderem die soziale Funktion, die Essen erfüllt.

Regionale wie saisonale Produkte sowie die Individualität einzelner Lebensmittel in den Vordergrund zu stellen – nach 15 Stationen kulinarischer Höhepunkte zeigten sich unsere Teilnehmer mehr als begeistert von dem nordischen Konzept. Ein Grund mehr bald wiederzukommen!